Oliver Schneiss
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Oliver Schneiß

Gitarrist und Gitarrenlehrer

Martin Duwe „Oliver Schneiß-Signature“ Nylon String

Baujahr: 2006,Saitenstärke: harte Nylon und Carbonsaiten

Hier erst mal ein paar technische Details:

Boden und Zargen: Ostindischer Palisander
Decke: Zeder
Steg: Palisander
Hals: Cedro
Griffbrett: Ebenholz

Mechaniken: Schaller vernickelt mit Ebenholzflügeln

Sattel, Stegeinlage: Knochen
Binding: Palisander mit Ahornspan
Mensur: 65 cm
Finish: Nitro Seidenglanz mattiert
Beleistung: Fichte
Tonabnehmersystem: AER AK 15 (Piezo + Mikro)
Schon länger träumte ich von einer Gitarre mit Nylonsaiten, aber leider haben alle gängigen Konzertgitarren unwahrscheinlich dicke, breite Hälse, sowie eine sehr hohe Saitenlage. Für einen Klassikgitarristen mögen diese Maße absolut ok sein, aber für mich….
Als ich im Herbst 2005 bei einem Konzert der „International Guitar Night“ im Bad Sobernheimer Kaisersaal den Gitarrenbauer Martin Duwe und dessen dort ausgestellte Gitarren kennenlernte, reifte in mir der Gedanke, dass eine Spezialanfertigung die Lösung sein könne.
Nachdem ich ein ausführliches Gespräch mit Martin über meine Vorstellungen hatte und sich die Kosten dieses Unternehmens als erstaunlich günstig entpuppten, machte sich Martin für ca. vier Monate an die Arbeit.
Wichtig war, neben möglichst geringen Halsmaßen, eine kleine Korpusform und ein spitzer Cutaway. Optische Spielerein waren und sind mir unwichtig, so dass meine Initalien OS am 12. Bund die einzige von mir gewünschte Verzierung darstellt. Alle anderen optischen Details, wie man sie auf den Fotos der Diashow weiter unten sehen kann, kommen von Martin und sind äußerst geschmackvoll! Dazu gehört sein Kopfplattendesign, das in das Schallloch ragende Griffbrett und wunderschöne, eingelegte Späne als Binding, an der Schalllochrosette und am Boden, wo sich die beiden Holzhälften treffenZwischenzeitlich brachte die deutsche Firma AER (deren Verstärker nicht umsonst äußerst beliebt sind!) ihr erstes Tonabnehmersystem auf den Markt, so dass auch hier meine Wahl eindeutig war! Vorteil dieses Systems, neben einer besonders natürlichen Klangübertragung durch die Kombination von Piezo und Mikro,: Der Einbau erfordert keine Fräsearbeiten an der Zarge der Gitarre, so dass man ggf. auch mal einen Tausch des Systems in Betracht ziehen kann. Man greift von oben in das Schallloch und findet dort einen Rädchen zur Lautstärkeeinstellung sowie ein weiteres, das entscheidet, wie stark das Mikro dem Piezosignal beigemischt wird. Ganz einfach!

Das Ergebnis kann sich fühlen, hören und sehen lassen! Die Gitarre spielt sich wie Butter (meinte auch Michael Fix, als er sie 2008 eine Weile ausprobierte!), klingt trotz geringer Korpusgröße ausgewogen, erstaunlich laut und sieht einfach absolut Klasse aus! Immer wieder, wenn ich sie live einsetze (vor allem bei mehrstündigen Solo-Auftritten), denke ich während des Spielens: „Jawohl, das war eine gute Entscheidung! Mit keiner akustischen Gitarre könnte ich entspannter und somit ausdauernder zu Werke gehen!“ Vielen Dank an Martin für seine großartige Arbeit!!!

Das AER AK 15 klingt, wie bereits erwähnt, sehr authentisch, hat eine sehr große Dynamik und ungeheur hohen Output! Dieses System wird übrigens auch von Session wärmstens empfohlen!

Jetzt noch die „Gitarren-Übergabe-Fotos“ und anschließend die Diashow zur Entstehung der Gitarre. Viel Spaß!

Inspektion der neuen Gitarre
Erstes Posing mit der neuen Gitarre